Abschlussbericht zu Lies-vor! (ehemals Studentisches Bücherregal) - Sommersemester 2014

Liebes Plenum, liebe Jessica,

hiermit möchten wir der Aufgabe nachkommen als Projektgruppe einen Abschlussbericht zum vom StuRa geförderten Projekt „Lies vor!“ vorzulegen.
Zunächst werden wir einen groben Überblick geben, dann eine detaillierte Aufstellung der Maßnahmen und ihrer Wirkungen, eine Zusammenfassung über benötigte Gelder und zuletzt eine Liste von Verbesserungen für das nächste Mal.

Der FSR Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften hat seinerseits mit großem Engagement und finanziellen Mitteln beigetragen, dass das StuRa-Konto kaum belastet wurde und hat außerdem das komplette Catering übernommen! Vielen Dank dafür!

Das Projekt war ein großer Erfolg! Vier Stunden lang waren zehn Vorleserinnen und Vorleser und ein Publikum von mindestens etwa 80 Leuten (GER/38/H halb voll) hingerissen von den Darbietungen der einzelnen Vorleser und Vorleserinnen. In den beiden Pausen konnten Brote samt Aufstrich und Kartoffelsuppe gegessen werden, sodass der geneigten Zuhörerschaft bei entspannten Gehirnen und entspannten Gesprächen auch der Magen nicht leer wurde. Jede Vorleserin und jeder Vorleser hat überdies einen Büchergutschein im Wert von EUR 5 erhalten, um sein oder ihr Bücherregal mit neuen spannenden Texten aufzufüllen oder womöglich ein Buch anzuschaffen, dass selbst vorgelesen wurde.
Die Stimmung war offen, ruhig, gelassen und sehr fokussiert, die Vorleserinnen und Vorleser haben es allesamt verstanden, das Publikum zu fesseln.


Organisation und Maßnahmen

Die Organisation umfasste: a) Terminfindung, b ) Raumsuche und -beantragung, c) Werbemittelentwurf, -druck und -verteilung, d) Textgenerierung für die Werbemedien, e) Akquise, Betreuung und Einweisung der Vorleser und Vorleserinnen, f) Bücher- und Gutscheinbeschaffung, g) Catering und h) Durchführung der Veranstaltung.

a) Die Terminfindung war recht begrenzt, einerseits durch die kurze Zeit bis Vorlesungsende, durch die üblichen Reisebewegungen der Studenten (Di-Do), die Fristen (Terminfestlegung, Werbemittelgenese, 2 Wochen Einreichung von Lesegesuchen, Auswahl der Vorleserinnen und Vorleser, Bestätigung der Lesenden), die Fußballweltmeisterschaft der Männer (nur Tage ohne Spiele standen zur Debatte) und nicht zuletzt StuRa-Sitzungen, damit der (nominelle) Hauptsponsor auch selbst teilnehmen kann.

Der Termin wurde also auf den 10.07. um 19 Uhr gelegt.

b) Als Ort wurde einer gesucht, der uninah, ausreichend groß, aber nicht zu groß ist, der eine angenehme Atmosphäre und sinnvolle Akustik bietet. Der Hörsaal GER/38/H wurde ausgesucht und bei der Zentralen Raumvergabe angefragt. An dieser Stelle herzlichen Dank an Frau Klaus und Frau Lippmann!

c) Um die Veranstaltung zu bewerben und gleichzeitig eine Marke mit Wiedererkennungswert zu erstellen, hat Alexander in Eigenregie ein Plakat samt Logo und Schriftzug sowie ein Farbschema entwickelt, das die Veranstaltung von nun an begleiten würde. Wir haben schlussendlich nur wenige Änderungen vorgenommen und die Werbemittel so in Druck gegeben.
Wir wollten Plakate, welche die FSRe freundlicherweise in ihrem Einflussbereich anbringen sollten, und Aufkleber, die als nachhaltige Werbeträger für Interessierte und Sammler zur Verfügung standen.
Neben diesen Druckwerken gab es einen facebook-Auftritt (www.facebook.com/liesvor) und, etwas verspätet und nicht ganz aktuell, einen Auftritt auf der StuRa-Homepage (http://www.stura.tu-dresden.de/lies_vor; Danke, Jessi, dass du zu Beginn schnell gepostet hast!). Uns war wichtig, die Leute dort zu ködern, indem wir immer wieder kleinere Informationshäppchen einbrachten. Vor allem die Bücherliste sollte zeitig genug zur Verfügung stehen, damit sich alle informieren könnten.
Die Plakate wurden von Lilli verteilt und zum Teil in Eigeninitiative aufgehängt.

d) Um diese beiden Kampagnen zum Starten zu bekommen, wurde von Joachim ein längerer Text geschrieben, der später für facebook, die stud1-E-Mail und auch die StuRa-Homepage verwandt wurde; das war ein Schritt, der schneller hätte gehen können und müssen, da er eine wichtige Grundlage war.
Die stud1-E-Mail hätte wesentlich zeitiger versandt werden müssen, da uns diese nochmal vier Anmeldungen von Leuten brachte, die weder durch facebook noch durch den StuRa-Auftritt oder die campusweiten Plakate aufmerksam wurden. Beim nächsten Mal muss das Verschicken dieser E-Mail synchron zu den anderen Werbestrategien anlaufen.

e) Für die Akquise der Vorleserinnen und Vorleser wurde ein Formular konzipiert, das neben dem Buchtitel (den Autor hatten wir leider vergessen) auch andere Daten abfragte, zum Beispiel den Studiengang oder auch die ISBN. Wir versuchten, die Bücher in Ausgabe zu beschaffen, die der Vorleser oder die Vorleserin selbst mitbringen würde.
Ein wichtiges Feld zur Konzeption der Reihenfolge war die Frage, warum die Vorleserin oder der Vorleser gern genau dieses Buch vorstellen würde. Aus den Antworten konnte einerseits besser als durch Klappentexte oder Rezensionen auf den Inhalt und die Art des Buches geschlossen werden, andererseits wurde auch ein wenig über die Persönlichkeit der oder des Darbietenden geäußert, sodass diese Zeile maßgeblichen Einfluss auf die Zusammenstellung hatte.
Durch Zeitengpässe, insbesondere auf der StuRa-Homepage, musste dieses Formular auf dem privaten webspace der TU Dresden gehostet und mittels Links darauf verwiesen werden. Nächstes Mal wäre ein zentraler Download über die StuRa-Seite besser und würde auch die Wirksamkeit des StuRas steigern.
Einige Tage vor der Veranstaltung erhielten die angemeldeten Personen eine E-Mail mit allen wichtigen Informationen zur Durchführung des Vorlesefestivals. Daraufhin sagte uns eine Person wieder ab, es wurde schnellstmöglich die nachrückende Person informiert, die dann für den Abend zusagte. Die restlichen angemeldeten Personen bestätigten ihre Buchvorstellung.

Das Formular enthielt eine Datenschutzerklärung und die Kontaktadressen der Vorleserinnen und Vorleser wurden nicht veröffentlicht, die Namen wurden in den Werbeträgern nicht erwähnt.

f) In enger Zusammenarbeit mit dem FSR Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften und dessen Finanzen wurden die Bücher und die Dankesgutscheine in zwei (inhabergeführten) Buchhandlungen in Dresden beschafft und die Durchführung geplant. Das lief alles sehr reibungslos ab, obwohl am letzten Tag noch Änderungen auf uns zukamen.

g) Das Catering wurde vom FSR Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften übernommen, Details gibt es dort zu erfragen.

h) Die Durchführung am Abend lief ebenso reibungslos. Eine Stunde vor Beginn begannen die Aufbauarbeiten, ebenso wurden die Vorleserinnen und Vorleser einbestellt, um ihnen den Ablauf zu schildern. Wie bei Kongressen üblich wurde sich für ein Chairman-System entschieden, dieser Chairman übernimmt einerseits die Ansage des folgenden Beitrags und überwacht andererseits die Zeit; er steht auf, wenn die Zeit herum ist und unterbricht den Beitrag dann bei einer gewissen Überziehungszeit. Es ist wichtig, dass die Beiträge nicht ausufern, denn die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wollen verlässlich wissen, wann sie dran sind und gehen können, die Zuhörerinnen und Zuhörer wollen ebenfalls gut abgegrenzte Beiträge hören.
Die Moderation wurde von Lilli und Joachim übernommen, Alex hat Fotos gemacht.
Die vorgestellten Bücher auf dem Podium zur Verfügung zu stellen, war sehr sinnvoll, in den Pausen wurde eifrig in ihnen geblättert. Die gekauften Bücher wurden im Anschluss der SLUB geschenkt, damit alle Interessierten problemlos darauf zugreifen können. Sie werden ab Ende Dezember/Anfang Januar zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Für die Entspannungspausen hatten wir uns für ein Zwei-Pausen-Modell entschieden, obgleich bei jeder Pause Leute gehen und jede Pause die Zeitdauer verlängert. Entspannung nach vier Büchern war uns aber wichtig und da außerdem das Essen aufgegessen werden sollte, haben wir eine lange und eine kurze Pause vorgesehen.
Das Aufräumen ging ebenso schnell und reibungslos wie das Aufbauen, wir hatten auch eine gute Lösung gefunden, dass die Veranstaltung von später Kommenden oder Essenden nicht sonderlich gestört wurde.


Finanzen 

Wie bereits erwähnt, wurde die Veranstaltung (abgesehen von Aufwandsentschädigungen) finanziell vom FSR SpraLiKuwi getragen. Die tatsächlich angefallenen Kosten waren wie folgt verteilt:

Werbung (Plakate und Aufkleber): 129,81 €
10 Bücher: 105 €
10 Büchergutscheine à 5 Euro: 50 €
Catering (Suppe, Brot, Aufstriche): 180,81 €
Getränke (und Becher): 17,08 €

Summe: 482,70 €


Ideen und Verbesserungen für die Zukunft

Anderer Hörsaal: Einige hätten gern eine gemütlichere Atmosphäre, bessere Akustik und einen erhöht sitzenden Vorleser oder eine erhöht sitzende Vorleserin. Man könnte demnächst den WEB/KLEM nutzen, der ebenfalls nur hinten Eingänge hat, der eine Bühne besitzt und der ausreichend groß ist. Die Mietung von Sitzkissen wurde angeregt und wird in Betracht gezogen.

Zeit: Für die nächsten Veranstaltungen werden wir nur 15 statt 20 Minuten pro Beitrag vorsehen. Einerseits können so noch mehr Vorleserinnen und Vorleser teilnehmen, andererseits fallen so für Einzelne langweilige Bücher nur kürzer negativ auf. Über die Pausenzeiten muss dann erneut nachgedacht werden.
Ob man diese Veranstaltung gemäß einem Festival über mehrere Tage (abends) durchführt, wird ebenfalls überlegt.

Werbung: Eher. Alles viel eher. :) Man kann noch weitere Werbemittel nutzen, zum Beispiel Flyer, die Mensa-Bildschirme und man könnte über eine stadtweite Bewerbung nachdenken. 


Wir haben überwiegend positive Kritik bekommen und werden diese in unsere nächsten Planungen einfließen lassen. Die Idee, keine „Klassiker“ mehr vorlesen zu lassen, wollen wir aber nicht verfolgen, denn vor allem diese sind nicht umsonst Klassiker, rufen Erinnerungen an alte Zeiten herauf und stellen ebenso einen Schnitt durch die Lieblingsbücher unserer Studentinnen und Studenten dar.

Drei Monate reichen zum Organisieren aus, insbesondere jetzt, wo alle Rahmenbedingungen abgesteckt sind und die Veranstaltung einmal gut lief. Wir rechnen für die nächsten Termine mit deutlich mehr Anmeldungen.

Beste Grüße
Euer Lies-vor!-Team Lilli, Alex und Joachim
